Monat: Juni 2014

Die drei Siebe des Weisen..

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Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und sagte:

"Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen!"

"Halte ein!" unterbracht ihn der Weise,

"hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"

"Drei Siebe?", fragte der andere voller Verwunderung.

"Ja, guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:

Das erste ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"

"Nein, ich hörte es erzählen und…"

"So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst gut?

" Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil…"

"Hm", unterbrach ihn der Weise, "so lasst uns auch das dritte Sieb noch anwenden.

Ist es notwendig, dass du mir das erzählst?"

"Notwendig nun gerade nicht…"

"Also, sagte lächelnd der Weise,

"wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist,

so lass es begraben sein

und belaste dich und mich nicht damit."

–Sokrates–

Segenwunsch

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Mögen die Regentropfen sanft auf dein Haupt fallen;

Möge der weiche Wind deinen Geist beleben;

Möge der sanfte Sonnenschein dein Herz erleuchten;

Mögen die Lasten des Tages leicht auf dir liegen;

Und möge unser Gott dich hüllen in den Mantel seiner Liebe.

–Aus Irland–

Weisheit…

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Ideale sind wie Sterne,

wir erreichen sie niemals,

aber wie die Seefahrer auf dem Meer können

wir unseren Kurs nach ihnen richten.

du hast recht..

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Ob Du nun glaubst,

dass Du etwas tun kannst,

oder ob Du glaubst,

dass Du es nicht tun kannst,

Du wirst immer recht behalten.

Stirb und werde…

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Wer Neugeburt will, muss zum Sterben bereit sein.

Über den ängstlichen Gedanken was etwa morgen uns zustoßen könnte,

verlieren wir das Heute, die Gegenwart, und damit die Wirklichkeit.

Geben Sie dem Heute, dem Tag, der Stunde, dem Augenblick sein recht.

Freund, der du leidest und ohne Hoffen Deine finstere Straße gehst,

Dir auch stehen die Gnaden der Liebe offen.

Während du einsam, so scheint dir, im Leeren stehst,

von den Schrecken der grausamen Welt umgeben,

Ohne Glück, ohne Sinn, ohne Herz und Leben, warten überall leidende Brüder auf dich.

Öffne du Augen, erkenne, und schenke dich Hin den andern!

Hast du nicht Brot, hast nicht Trost und Rat den Armen zu geben,

gib ihnen dich, gib dein Leid, dein eigene Not.

Sprich mit Ihnen, die sich gleich dir verschließen.

Lass durchs Wort, durch Blick und Gebärde Liebe herein,

und die alte, wartende Erde wird dir,

und es wird dir der Vater Geist Seinen Sinn und die ewigen Kräfte erschließen,

Du wirst Heimat im Chaos entdecken,

und es werden die sinnlosen Schrecken schaubar, tragbar, deutbar:

Mitten im Rachen Deiner Hölle wirst du zum Leben erwachen.

–Hermann Hesse–

Wahnsinn und Liebe…

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Die Geschichte von Wahnsinn und Liebe

Eines Tages entschloss sich der Wahnsinn, seine Freunde zu einer Party einzuladen.

Als sie alle beisammen waren, schlug die Lust vor, Verstecken zu spielen.

"Verstecken? Was ist das?" fragte die Unwissenheit.

"Verstecken ist ein Spiel: einer zählt bis 100, der Rest versteckt sich und wird dann gesucht" erklärte die Schlauheit.

Alle willigten ein bis auf die Furcht und die Faulheit.

Der Wahnsinn war wahnsinnig begeistert und erklärte sich bereit zu zählen.

Das Durcheinander begann, denn jeder lief durch den Garten auf der Suche nach einem guten Versteck.

Die Sicherheit lief ins Nachbarhaus auf den Dachboden, man weiß ja nie.

Die Sorglosigkeit wählte das Erdbeerbeet.

Die Traurigkeit weinte einfach so drauf los.

Die Verzweiflung auch, denn sie wusste nicht, ob es besser war sich hinter oder vor der Mauer zu verstecken.

"…98, 99, 100!" zählte der Wahnsinn.

"Ich komme euch jetzt suchen!"

Die erste, die gefunden wurde, war die Neugier, denn sie wollte wissen, wer als erster geschnappt wird und lehnte sich zu weit heraus aus ihrem Versteck.

Auch die Freude wurde schnell gefunden, denn man konnte ihr Kichern nicht überhören.

Mit der Zeit fand der Wahnsinn all seine Freunde und selbst die Sicherheit war wieder da.

Doch dann fragte die Skepsis: "Wo ist denn die Liebe?"

Alle zuckten mit der Schulter, denn keiner hatte sie gesehen.

Also gingen sie suchen. Sie schauten unter Steinen, hinterm Regenbogen und auf den Bäumen.

Der Wahnsinn suchte in einem dornigen Gebüsch mit Hilfe eines Stöckchens.

Und plötzlich gab es einen Schrei!

Es war die Liebe.

Der Wahnsinn hatte ihr aus Versehen das Auge raus gepiekt.

Er bat um Vergebung,

flehte um Verzeihung und bot der Liebe an,

sie für immer zu begleiten und ihre Sehkraft zu werden.

Die Liebe akzeptierte diese Entschuldigung natürlich.

Seitdem ist die Liebe blind und wird vom Wahnsinn begleitet…..

Segenswunsch

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Mögen die Regentropfen sanft auf dein Haupt fallen;
Möge der weiche Wind deinen Geist beleben;
Möge der sanfte Sonnenschein dein Herz erleuchten;
Mögen die Lasten des Tages leicht auf dir liegen;
Und möge unser Gott dich hüllen in den Mantel seiner Liebe.

Aus Irland