Monat: März 2009

ZEIT

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Stop!

Nimm Dir Zeit

um den Sonnenuntergang

zu genießen.

Entenessen mit Dieter

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Eintrag für den 30.März 2009

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Nichts ist schwerer, als bedeutende Gedanken so auszudrücken, daß jeder sie verstehen muß.

Arthur Schopenhauer

Als ich dieses Zitat gelesen habe, habe ich festgestellt. Das ist das beste Zitat ist, dass ich verwenden kann um den heutige Tag zu beschreiben.

Heute ist mein Kurs angefangen.

Eine wunderschöne Woche

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Hallo Ihr ((Lieben)),

ich bin wieder zurück.

Ich war 2 Tage lang weg.

Ich wünsche uns allen einen wunderschönen Wochenstart und anschließend eine wunderschöne Woche.

Ab Morgen habe ich einen Weiterbildungskurs.

Liebe Grüße und herzliche Umarmung.

Glückskekse

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Hallo Ihr (((Lieben))),

alles ist eine Einstellung.

entweder POSITIV

oder NEGATIV

Ich habe mir die Positive gewählt, und irgendwie läuft alles positiv.

Ich habe heute einen Glückskekse gehabt und das ist der Spruch:

Es ist alles bis ins Kleinste für Dein Vergnügen geplant.

Everything is ready just for your pleasure.

Ist es nicht schön?

Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich uns allen.

Liebe Grüße und herzliche Umarmung für alle.

Elvis Presley – Love Me Tender

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Pflichtbewusstsein ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerich.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht grausam.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

Lao-tse

Der Baum

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Der Baum

Es war einmal ein Gärtner. Eines Tages nahm er seine Frau bei der Hand
und sagte.: „Komm Frau, wir wollen einen Baum pflanzen.“ Die Frau
antwortete: „Wenn du meinst, mein lieber Mann, dann wollen wir einen Baum
pflanzen.“ Sie gingen in den Garten und pflanzten einen Baum. Es dauerte
nicht lange, da konnte man das erste Grün zart aus der Erde sprießen sehen.

Der Baum, der eigentlich noch kein richtiger Baum war, erblickte zum
ersten Mal die Sonne. Er fühlte die Wärme ihrer Strahlen auf seinen
Blättchen und streckte sich ihnen hoch entgegen. Er begrüßte sie auf seine
Weise, ließ sich glücklich bescheinen und fand es wunderschön, auf der Welt
zu sein und zu wachsen. „Schau“, sagte der Gärtner zu seiner Frau, „ist er
nicht niedlich, unser Baum?“ Und seine Frau antwortete: „Ja, lieber Mann,
wie du schon sagst: „Ein schöner Baum!“ Der Baum begann größer und höher zu
wachsen und reckte sich immer weiter der Sonne entgegen.

Er fühlte den Wird und spürte den Regen, genoß die warme und feste
Erde um seine Wurzeln und war glücklich. Und jedes Mal, wenn der Gärtner und
seine Frau nach ihm sahen, ihn mit Wasser tränkten und ihn einen schönen
Baum nannten, fühlte er sich wohl. Dann da war jemand, der ihn mochte, ihn
hegte, pflegte und beschützte. Er wurde lieb gehabt und war nicht allein ein
auf der Welt. So wuchs er zufrieden vor sich hin und wollte nichts weiter
als leben und wachsen, Wind und Reger spüren, Erde und Sonne fühlen, lieb
gehabt werden und andere liebhaben.

Eines Tages merkte der Baum, daß es besonders schön war, ein wenig
nach links zu wachsen, denn von dort schien die Sonne mehr auf seine
Blätter. Also wuchs er jetzt ein wenig noch links. „Schau“, sagte der
Gärtner zu seiner Frau, „unser Baum wächst schief. Seit wann dürfen Bäume
denn schief wachsen, und dazu noch in unserem Garten? Ausgerechnet unser
Baum! Gott hat die Bäume nicht erschaffen, damit sie schief wachsen, nicht
wahr, Frau?“ Seine Frau gab ihm natürlich recht. „Du bist eine kluge und
gottesfürchtige Frau“, meinte daraufhin der Gärtner. „Holl also unsere
Schere, denn wir wollen unseren Baum gerade schneiden.“

Der Baum weinte.

Die Menschen, die ihn bisher so lieb gepflegt hatten, denen er
vertraute, schnitten ihm die Äste ab, die der Sonne am nächsten waren. Er
konnte nicht sprechen und deshalb nicht fragen. Er konnte nicht begreifen.
Aber sie sagten ja, daß sie ihn lieb hätten und es gut mit ihm meinten. Und
sie sagten, daß ein richtiger Baum gerade wachsen müsse. Und Gott es nicht
gern sähe, wenn er schief wachse. Also mußte es wohl stimmen.

Er wuchs nicht mehr der Sonne entgegen. „Ist er nicht brav, unser
Baum?“ fragte der Gärtner seine Frau „sicher lieber Mann“, antwortete sie,
„du hast wie immer recht. Unser Baum ist ein braver Baum.“
Der Baum begann zu verstehen. Wenn er machte, was ihm Spaß und Freude
bereitete, dann war er anscheinend ein böser Baum. Er war nur lieb und brav,
wenn er tat, was der Gärtner und seine Frau von ihm erwarteten. Also wuchs
er jetzt strebsam in die Höhe und gab darauf acht, nicht mehr schief zu
wachsen. „Sieh dir das an“, sagte der Gärtner eines Tages zu seiner Frau,
„unser Baum wächst unverschämt schnell in die Höhe. Gehört sich das für
einen rechten Baum?“ Seine Frau antwortete: „Aber nein, lieber Mann, das
gehört sich natürlich nicht. Gott will, daß Bäume langsam und in Ruhe
wachsen. Und auch unser Nachbar meint, daß Bäume bescheiden sein müßten,
ihrer wachse auch schön langsam.“ Der Gärtner lobte seine Frau und sagte,
daß sie etwas von Bäumen verstehe. Und dann schickte er sie die Schere
holen, um dem Baum die Äste zu stutzen.

Sehr lange weinte der Baum in dieser Nacht.

Warum schnitt man ihm einfach die Äste ab, die dem Gärtner und seiner
Frau nicht gefielen? Und wer war dieser Gott, der angeblich gegen alles war,
was Spaß machte? „Schau her, Frau“, sagte der Gärtner, „wir können stolz
sein auf unseren Baum.“ Und seine Frau gab ihm wie immer recht.

Der Baum wurde trotzig. Nun gut, wenn nicht in die Höhe, dann eben in
die Breite. Sie würden ja schon sehen, wohin sie damit kommen. Schließlich
wollte er nur wachsen, Sonne, Wind und Erde fühlen, Freude haben und Freude
bereiten. In seinem Innern spürte er ganz genau, daß es richtig war, zu
wachsen. Also wuchs er jetzt in die Breite. „Das ist doch nicht zu fassen“.
Der Gärtner holte empört die Schere und sagte zu seiner Frau: „Stell dir
vor, unser Baum wächst einfach in die Breite. Das könnte ihm so passen. Das
scheint ihm ja geradezu Spaß zu machen. So etwas können wir auf keinen Fall
dulden!“ Und seine Frau pflichtete ihm bei: „Das können wir nicht zulassen.
Dann müssen wir ihn eben wieder zurecht stutzen.“

Der Baum konnte nicht mehr weinen, er hatte keine Tränen mehr.

Er hörte auf zu wachsen. Ihm machte das Leben keine rechte Freude
mehr. Immerhin, er schien nun dem Gärtner und seiner Frau zu gefallen. Wenn
auch alles keine rechte Freude mehr bereitete, so wurde er wenigstens lieb
gehabt. So dachte der Baum.

Viele Jahre später kam ein kleines Mädchen mit seinem Vater am Baum
vorbei. Er war inzwischen erwachsen geworden, der Gärtner und seine Frau
waren stolz auf ihn. Er war ein rechter und anständiger Baum geworden.

Das kleine Mädchen blieb vor ihm stehen. „Papa, findest du nicht auch,
daß der Baum hier ein bißchen traurig aussieht?“ fragte es. „Ich weiß nicht
„, sagte der Vater. „Als ich so klein war wie du, konnte ich auch sehen, ob
ein Baum fröhlich oder traurig ist. Aber heute sehe ich das nicht mehr.“
„Der Baum sieht wirklich traurig aus.“ Das kleine Mädchen sah den Baum
mitfühlend an. „Den hat bestimmt niemand richtig lieb. Schau mal, wie
ordentlich der gewachsen ist. Ich glaube, der wollte mal ganz anders
wachsen, durfte aber nicht. Und deshalb ist er jetzt traurig.“ „Vielleicht“,
antwortete der Vater versonnen. „Aber wer kann schon wachsen, wie er will?“
„Warum denn nicht?“ fragte das Mädchen. „Wenn jemand den Baum wirklich lieb
hat, kann er ihn auch wachsen lassen, wie er selber will. Oder nicht? Er tut
doch niemandem etwas zuleide.“ Erstaunt und schließlich erschrocken blickte
der Vater sein Kind an. Dann sagte er: „Weißt du, keiner darf so wachsen,
wie er will, weil sonst die anderen merken würden, daß auch sie nicht so
gewachsen sind, wie sie eigentlich mal wollten.“ „Das verstehe ich nicht,
Papa!“ „Sicher, Kind, das kannst du noch nicht verstehen. Auch du bist
vielleicht nicht immer so gewachsen, wie du gerne wolltest. Auch du durftest
nicht.“ „Aber warum denn nicht, Papa? Du hast mich doch lieb und Mama hat
mich auch lieb, nicht wahr?“ Der Vater sah sie eine Weile nachdenklich an.
„Ja“ sagte er dann, „sicher haben wir dich lieb.“

Sie gingen langsam weiter und das kleine Mädchen dachte nach lange
über dieses Gespräch und den traurigen Baum nach. Der Baum hafte den beiden
aufmerksam zugehört, und auch er dachte lange nach. Erblickte ihnen nach
hinterher, als er sie eigentlich schon lange nicht mehr sehen kannte.

Dann begriff der Baum.
Und er begann hemmungslos zu weinen.

In dieser Nacht war das kleine Mädchen sehr unruhig. Immer wieder
dachte es an den traurigen Baum und schlief schließlich erst ein, als
bereits der Morgen zu dämmern begann. Natürlich verschlief das Mädchen an
diesem Morgen. Als es endlich aufgestanden war, wirkte sein Gesicht blaß und
stumpf. „Hast du etwas Schlimmes geträumt“, fragte der Vater. Das Mädchen
s
chwieg, schüttelte dann den Kopf. Auch die Mutter war besorgt: „Was ist mit
dir?“

Und da brach schließlich doch all der Kummer aus dem Mädchen. Von
Tränen überströmt stammelte es: „Der Baum. Er ist so schrecklich traurig.
Darüber bin ich so traurig. Ich kann das alles einfach nicht verstehen.“ Der
Vater nahm die Kleine behutsam in seine Arme, ließ sie in Ruhe ausweinen und
streichelte sie nur liebevoll. Dabei wurde ihr Schluchzen nach und nach
leiser und die Traurigkeit verlor sich allmählich. Plötzlich leuchteten die
Augen des Mädchens auf, und ohne daß die Eltern etwas begriffen, war es aus
dem Haus gerannt. Wenn ich traurig bin und es vergeht, sobald mich jemand
streichelt und in die Arme nimmt, geht es dem Baum vielleicht ähnlich – so
dachte das Mädchen. Und als es ein wenig atemlos vor dem Baum stand, wußte
es auf einmal, was zu tun war. Scheu blickte die Kleine um sich. Als sie
niemanden in der Nähe entdeckte, strich sie zärtlich mit den Händen über die
Rinde des Baumes. Leise flüsterte sie dabei: „Ich mag dich, Baum. Ich halte
zu dir. Gib nicht auf, mein Baum!“ Nach einer Weile rannte sie wieder los,
weil sie ja zur Schule mußte. Es machte ihr nichts aus, daß sie zu spät kam,
denn sie hafte ein Geheimnis und eine Hoffnung.

Der Baum hatte zuerst gar nicht bemerkt, daß ihn jemand berührte. Er
konnte nicht glauben, daß das Streicheln und die Worte ihm galten – und auf
einmal war er ganz verblüfft, und es wurde sehr still in ihm.

Als das Mädchen wieder fort war, wußte er zuerst nicht, ob er lachen
oder weinen sollte. Dann schüttelte er seine Krone leicht im Wind,
vielleicht ein bißchen zu heftig, und sagte zu sich, daß er wohl geträumt
haben müsse. Oder vielleicht doch nicht? In einem kleinen Winkel seines
Baumherzens hoffte er, daß es kein Traum gewesen war.

Auf dem Heimweg von der Schule war das Mädchen nicht allein. Trotzdem
ging es dicht an dem Baum vorbei, streichelte ihn im Vorübergehen und sagte
leise: „Ich mag dich und ich komm bald wieder.“

Da begann der Baum zu glauben, daß er nicht träumte, und ein ganz
neues, etwas seltsames Gefühl regte sich in einem kleinen Ast. Die Mutter
wunderte sich, daß ihre Tochter auf einmal so gerne einkaufen ging. Auf alle
Fragen der Eltern lächelte die Kleine nur und behielt ihr Geheimnis für
sich. Immer wieder sprach das Mädchen nun mit dem Baum, umarmte ihn
manchmal, streichelte ihn oft.

Er verhielt sich still, rührte sich nicht. Aber in seinem Innern
begann sich etwas immer stärker zu regen.

Wer ihn genau betrachtete, konnte sehen, daß seine Rinde ganz langsam
eine freundlichere Farbe bekam. Das Mädchen jedenfalls bemerkte es und
freute sich sehr.

Der Gärtner und seine Frau, die den Baum ja vor vielen Jahren
gepflanzt hatten, lebten rege mäßig und ordentlich, aber auch freudlos und
stumpf vor sich hin. Sie wurden älter, zogen sich zurück und waren oft
einsam. Den Baum hatten sie so nach und nach vergessen, ebenso wie sie
vergessen hatten, was Lachen und Freude ist – und Leben.

Eines Tages bemerkten sie, daß manchmal ein kleines Mädchen mit dem
Baum zu reden schien. Zuerst hielten sie es einfach für eine Kinderei, aber
mit der Zeit wurden sie doch etwas neugierig. Schließlich nahmen sie sich
vor, bei Gelegenheit einfach zu fragen, was das denn soll.

Und so geschah es dann auch.

Das Mädchen erschrak, wußte nicht so recht wie es sich verhalten
sollte. Einfach davonlaufen wollte es nicht, aber erzählen, was wirklich
war – das traute es sich nicht. Endlich gab die Kleine sich einen Ruck,
dachte: „Warum eigentlich nicht?“ und erzählte die Wahrheit.

Der Gärtner und seine Frau mußten ein wenig lachen, waren aber auf
eine seltsame Weise unsicher, ohne zu wissen, warum. Ganz schnell gingen sie
wieder ins Haus und versicherten sich gegenseitig, daß das kleine Mädchen
wohl ein wenig verrückt sein müsse. Aber die Geschichte ließ sie nicht mehr
los. Ein paar Tage später waren sie wie zufällig in der Nähe des Baumes, als
das Mädchen wiederkam. Dieses Mal fragte es die Gärtnersleute, warum sie
denn den Baum so zu rechtgestutzt haben. Zuerst waren sie empört, konnten
aber nicht leugnen, daß der Baum in den letzten Wochen ein freundlicheres
Aussehen bekommen hafte.

Sie wurden sehr nachdenklich. Die Frau des Gärtners fragte
schließlich: „Meinst du, daß es falsch war, was wir getan haben?“ „Ich weiß
nur“, antwortete das Mädchen, „daß der Baum traurig ist. Und ich finde, daß
das nicht sein muß. Oder wollt ihr einen traurigen Baum?“ „Nein!“ rief der
Gärtner Natürlich nicht. Doch was bisher gut und recht war, ist ja wohl
auch heute noch richtig, auch für diesen Baum.“ Und die Gärtnersfrau fügte
hinzu. „Wir haben es doch nur gut gemeint.“ „Ja das glaube ich“, sagte das
Mädchen, „ihr habt es sicher gut gemeint und dabei den Baum sehr traurig
gemacht. Schaut ihn doch einmal genau an!“

Und dann ließ sie die beiden alten Leute allein und ging ruhig davon
mit dem sicheren Gefühl, daß nicht nur der Baum Liebe brauchen würde. Der
Gärtner und seine Frau dachten noch sehr lange über dieses seltsame Mädchen
und das Gespräch nach. Immer wieder blickten sie verstohlen zu dem Baum,
standen oft vor ihm, um ihn genau zu betrachten.

Und eines Tages sahen sie auch, daß der Baum zu oft beschnitten worden
war. Sie hatten zwar nicht den Mut, ihn auch zu streicheln und mit ihm zu
reden. Aber sie beschlossen, ihn wachsen zu lassen, wie er wollte. Das
Mädchen und die beiden alten Leute sprachen oft miteinander – über dies oder
das und manchmal über den Baum.

Gemeinsam erlebten sie, wie er ganz behutsam, zuerst ängstlich und
zaghaft, dann ein wenig übermütig und schließlich kraftvoll zu wachsen
begann.

Voller Lebensfreude wuchs er schief nach unten, als wolle er zuerst
einmal seine Glieder räkeln und strecken.

Dann wuchs er in die Breite, als wolle er die ganze Welt in seine Arme
schließen, und in die Höhe, um allen zu zeigen, wie glücklich er sich fühlt.
Auch wenn der Gärtner und seine Frau es sich selbst nicht trauten, so sahen
sie doch mit stiller Freude, daß das Mädchen den Baum für alles lobte, was
sich an ihm entfalten und wachsen wollte.

Voll Freude beobachtete das Mädchen, daß es dem Gärtner und seiner
Frau beinahe so ähnlich erging wie dem Baum. Sie wirkten lebendiger und
jünger, fanden das Lachen und die Freude wieder und stellten eines Tages
fest, daß sie wohl manches im Leben falsch gemacht hatten. Auch wenn das
jetzt nicht mehr zu ändern wäre, so wollten sie wenigstens den Rest ihres
Lebens anders gestalten.

Sie sagten auch, daß sie Gott wohl ein wenig falsch verstanden hätten,
denn Gott sei schließlich Leben, Liebe und Freude und kein Gefängnis. So
blühten gemeinsam mit dem Baum zwei alte Menschen zu neuem Leben auf. Es gab
keinen Garten weit und breit, in welchem ein solch schief und wild und
fröhlich gewachsener Baum stand. Oft wurde er jetzt von Vorübergehenden
bewundert, was der Gärtner, seine Frau und das Mädchen mit stillem,
vergnügtem Lächeln beobachteten.

Am meisten freute sie, daß der Baum all denen Mut zum Leben machte,
die ihn wahrnahmen und bewunderten. Diesen Menschen blickte der Baum noch
lange nach – oft bis er sie gar nicht mehr sehen konnte. Und manchmal begann
er dann, so daß es sogar einige Menschen spüren konnten, tief in seinem
Herzen glücklich zu sein.

Heinz Körner
Bruno Streibel
Aus „Die Farben der Wirklichkeit“ Lucy Körner Verlag, Fellbach