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Selbstmitleid..

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Aus meinem täglichen Meditationsbuch "Berührungspunkte"
für spirituelle Begleitung für jeden Tag
vom Wilhelm Heyne Verlag München.

3. Dezember

Manchmal gehe ich voll Selbstmitleid durchs Leben. Doch immer werde ich von starken Winden von Horizont zu Horizont getragen.
Ojibway

"Ich Armer", sagen wir oft, "Ich muss so schwer arbeiten", "Ich hab‘ soviel Stress?", "Käme ich doch nur besser mit meinem Geld aus, dann könnte ich endlich zufriedener sein", "Ich werde die Frauen nie begreifen!" oder: "Warum gibt es in meiner Familie nichts als Schwierigkeiten?"

Solche Klagen sind so alt wie die Menschheit. Der Stamm der Ojibway nannte es Blindheit gegenüber dem Spirituellen. Im Leben eines jeden Menschen gibt es Schwierigkeiten und Herausforderungen. Das Leben ist einfach oft ungerecht.

Doch Selbstmitleid wird zur Falle, wenn wir immer nur unsere Probleme im Blick haben.
In solchen Zeiten scheinen wir völlig zu vergessen, dass wir Teil eines großen Ganzen sind, Wanderer auf einem spirituellen Pfad.
Es hilft uns, uns umzuschauen und festzustellen, dass auch andere Menschen Probleme haben und um den Mut ringen, ihr Leben zu meistern.

Manchmal hilft auch die Vorstellung der Ojibway: zu sehen, wie wir "von starken Winden von Horizont zu Horizont" getragen werden.

Das ist ihr Bild von der Höheren Macht.

Wir sind so reich beschenkt worden. Wir sind nicht allein.
Und oft genug zeigt sich gerade in schwierigen Zeiten unser größtes Talent.

Gott, hilf mir, heute bei meinen Entscheidungen den spirituellen Weg zu finden.

Lass mich nicht in Selbstmitleid verfallen!

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Erweise Dich als Schale. nicht als Kanal..

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Aus einem Brief von Bernhard von Clairvaux (1090–1153)

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale, nicht als Kanal,

der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt,

während jene wartet, bis sie gefüllt ist.

Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt,

ohne eigenen Schaden weiter, denn sie weiß,

dass der verflucht ist, der seinen Teil verringert …

Wir haben heutzutage viele Kanäle in der Kirche,

aber sehr wenige Schalen.

Diejenigen, durch die uns die himmlischen Ströme zufließen,

haben eine so große Liebe, dass sie lieber ausgießen wollen, als

dass ihnen eingegossen wird,

dass sie lieber sprechen als hören,

dass sie bereit sind zu lehren, was sie nicht gelernt haben,

und sich als Vorsteher über die anderen aufspielen,

während sie sich selbst nicht regieren können.

Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen,

und habe nicht den Wunsch, freigebiger als Gott zu sein.

Die Schale ahmt die Quelle nach.

Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See.

Die Schale schämt sich nicht, nicht überströmender zu sein als die Quelle …

Du tue das Gleiche!

Zuerst anfüllen und dann ausgießen.

Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen,

nicht auszuströmen …

Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.

Wenn du nämlich mit dir selbst schlecht umgehst,

wem bist du gut?

Wenn du kannst, hilf mir aus der Fülle;

wenn nicht, schone dich.

Zehn Gebote..

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Die "Zehn Gebote" der neuen Zeit

1. Folge immer Deinen Herzen – es ist Dein Wegweiser und bester Ratgeber !

2. Lasse Dich von Liebe, Freude und Freiheit leiten !

3. Sei immer Du selbst und gehe Deinen Weg. Es gibt keinen Mittelweg – sei also geradlinig, schreite mutig voran und bleibe Dir treu !

4. Sei ehrlich, aufrichtig und wahrhaftig…zu dir selbst und zu allen anderen – aber bleibe immer herzlich !

5. Liebe Dich selbst, so wie du bist – mit all Deinen positiven und negativen Aspekten – aber gib immer den positiven Anteilen in Dir die Aufmerksamkeit, damit sie so die Nahrung bekommen, um sich zu vermehren !

6. Liebe alle Menschen und jedes Lebewesen auf der Erde – aber verliere Dich nicht und gib Dich selbst niemals auf !

7. Urteile und richte nicht…über nichts und niemanden – am wenigsten über Dich selbst !

8. Entwickele Dein einzigartiges, vollkommenes Potential und glaube Deiner eigenen inneren Wahrheit – denn nur Deine eigene Wahrheit führt Dich ans Ziel Deiner Träume !

9. Achte auf Dein Bewusstsein und bleibe im Augenblick – suche in jeder Situation das Geschenk, das Dir der jeweilige Moment offenbart !

10. Vertraue Gott und dem Fluss des Lebens, bei allem, was geschieht. Alles ist gut, wie es ist – es gibt nichts zu befürchten, alles geschieht zu Deinem Besten – also sorge Dich nicht und schöpfe immer wieder neuen Mut !

–Verfasser ist mir leider Unbekannt–

Suche..

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Ich sehe den Abhängigen als Sucher; allerdings einen missgeleiteten.

Der Süchtige ist ein Mensch auf der Suche nach Lebensfreude, vielleicht sogar auf der Suche nach einer transzendenten Erfahrung – und ich möchte betonen, dass diese Art der Suche außerordentlich positiv ist.

Der Süchtige sucht zwar am falschen Ort, aber er strebt nach etwas sehr Wichtigem, und wir können es uns nicht leisten, dieser Suche keine Beachtung zu schenken.

–Deepak Chopra–

Wir alle sind..

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Wir alle sind, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht,

aus einer Ganzheit in diese Welt geworfen,

die uns durch die Vielfalt ihrer Einzelheiten die Ganzheit vergessen ließ.

Was immer wir auch auf dieser Welt tun,

um unseren unbewußten oder bewussten Hunger und Durst nach Einheit zu stillen,

die Welt wird es uns nicht geben können.

Erst wenn in uns

durch Schmerz, Not, Verzweiflung, Aussichtslosigkeit der Hunger und Durst sich so gesteigert hat,

dass wir es nicht auszuhalten gewillt sind und die Welt nicht mehr in der Lage ist,

uns eine Lösung zu versprechen, dann werden wir alles fallen lassen,

was uns lieb, wert und teuer war,

und erst durch diese bedingungslose Kapitulation, wenn wir nichts mehr in den Händen haben,

wird uns all das geschenkt,

um das wir auf unsere Art verzweifelt ein ganzes Leben lang gerungen haben.

“Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes

das inwendig in Euch ist – und nach seiner Gerechtigkeit,

und alles andere wird Euch gegeben.”

–Dr. Walther H. Lechler–

Geheimnis..

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Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume,

die Unendlichkeit in der Hand zu halten und die Ewigkeit in einer einzigen Stunde.

–William Blake–

view..

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Dont climb mountains

that people can see you.

Climb mountains

so that you can see the world.