Tag: 22. Januar 2009

Regenbogen

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Vor langer Zeit begannen

die Farben dieser Welt zu streiten.

Jede behauptete von sich, sie sei die Beste,

die Wichtigste, die Nützlichste oder die Beliebteste.

GRÜN sagte: „Natürlich bin ich die Wichtigste. Ich bin das Symbol für Leben und Hoffnung. Ich wurde auserwählt für alle Pflanzen, für das Gras, die Bäume und die Blätter. Ohne mich würde alles sterben. Schaut euch nur in der Landschaft um und ihr werdet erkennen, das ich recht habe.“

BLAU unterbrach: „Du denkst nur an die Erde, aber betrachte doch den Himmel und das Meer. Es ist das Wasser, das die Basis für alles Leben darstellt und aus den Tiefen des Meeres in die Wolken steigt. Der Himmel gibt, in seiner Unendlichkeit, Raum für Frieden. Ohne Frieden wäret ihr sehr viel ärmer.“

Da erhob sich PURPUR zu ihrer vollen Größe und sprach:

„Ich bin die Farbe der Macht. Fürsten, Könige, Häuptlinge und Bischöfe

haben meine Farbe gewählt, weil ich das Symbol für Autorität und Weisheit bin.

Niemand zweifelt an mir, man hört zu und gehorcht.“

GELB lachte in sich hinein: „Ihr seid alle so ernst.

Ich bringe Lachen,Fröhlichkeit und Wärme in die Welt.

Die Sonne ist gelb, der Mond ist gelb, die Sterne sind gelb und eine Sonnenblume

bringt die Welt zum Lächeln. Ohne mich gäbe es keine Freude.“

Als nächste begann ORANGE ihr Lob zu singen: „Ich bin die Farbe der Gesundheit und der Erneuerung. Ich mag rar sein, aber kostbar, denn ich diene den Bedürfnissen menschlichen Lebens. Ich überbringe die wichtigsten Vitamine, denkt nur an all die Früchte dieser Welt. Ich bin nicht ständig da und überall, aber wenn ich den Himmel zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang einfärbe, ist meine Schönheit so eindrucksvoll, dass niemand einen Gedanken an euch verschwenden wird.“

Schließlich sprach INDIGO, viel leiser, als all die anderen, aber bestimmt: „Denkt an mich. Ich bin die Farbe der Stille. Ihr nehmt mich kaum wahr, aber ohne mich würdet ihr alle oberflächlich sein. Ich repräsentiere Gedanken, Ideen und Betracht-ungen, auch Zwischentöne. Ihr braucht mich für das Gleichgewicht und den Kon-trast im Leben. Für den Glauben, die stillen Momente und den inneren Frieden.“

ROT konnte sich nicht länger zurückhalten und rief: „Ich bin der Herrscher über alles. Ich bin das Blut und das Leben. Ich bin die Farbe der Gefahr und der Tapferkeit. Ich bin das Feuer. Aber ich bin auch

die Farbe der Leidenschaft und der Liebe, der Rose und der Mohnblume.

Ohne mich wäre die Erde so trist, wie der Mond.“

Und so fuhren die Farben fort zu prahlen, jede von ihrer eigenen Erhabenheit überzeugt.

Ihr Streit wurde immer lauter.

Plötzlich war da ein heller Blitz und grollender Donner. Regen prasselte schonungslos auf sie nieder.

Die Farben drückten sich voller Furcht aneinander, um sich zu schützen.

Der REGEN wandte sich nun an die still gewordenen Farben und sah dabei jede einzelne an: „Ihr dummen Farben streitet untereinander und versucht den anderen zu übertrumpfen. Wisst ihr nicht, dass jede von euch für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen wurde, Jede Farbe ist einzigartig auf dieser Welt und etwas ganz besonderes. Reicht euch die Hände und kommt zu mir.“

Sie taten, wie ihnen geheißen. Sie kamen zusammen und reichten sich die Hände. Der Regen fuhr fort: „Von nun an, wenn es regnet, erstreckt sich jede von euch in einem Bogen über den Himmel, um daran zu erinnern, dass ihr alle in Frieden miteinander leben könnt. Der Regenbogen ist ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung.“

Freundschaft ist wie ein Regenbogen – Rot wie ein Apfel und süß bis ins Innerste.

Orange, wie eine brennende Flamme, die niemals verlöscht. Gelb, wie die Sonne,

die deinen Tag erhellt. Grün,wie eine Pflanze, die nicht aufhört zu wachsen.

Blau, wie das Wasser, das so rein ist.

Purpur, wie eine Blume, die erblüht und

Indigo, wie die Träume, die dein Herz erfüllen.

Möget ihr Freundschaften finden,
die dem Regenbogen gleichen.

Eine schöne Woche

Und liebe Grüsse

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Der Zug des Lebens

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Der Zug des Lebens

Vor einiger Zeit las ich ein Buch, worin das Leben mit einer Zugreise verglichen wurde.

Eine sehr interessante Lektüre.

Das Leben ist wie eine Reise im Zug:

Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle,

bei manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen

und tiefe Traurigkeit bei anderen.

Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen,

treffen wir Menschen, von denen wir gauben,

dass sie uns während unserer ganzen Reise begleiten werden: unsere Eltern.

Leider ist die Wahrheit eine andere.

Sie steigen bei einer Station aus und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung, ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.

Allerdings steigen andere Personen, die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein.

Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde

und diese wunderbaren Menschen, die wir lieben.

Manche dieser Personen die einsteigen, betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.

Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise.

Und es gibt wieder andere im Zug,

die immer da und bereit sind, denen zu helfen,

die es brauchen.

Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende Sehnsucht…

Manche steigen ein, und wieder aus, und wir haben sie kaum bemerkt..

Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere,

die wir am liebsten haben,

sich in einen anderen Wagon setzen

und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen.

Selbstverständlich

lassen wir uns nicht davon abhalten, die Mühe auf uns zu nehmen,

sie zu suchen und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen.

Leider können wir uns manchmal nicht zu ihnen setzen,

da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.

Macht nichts, so ist die Reise: voll von Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Hoffnungen und Abschieden…

….aber ohne Rückkehr.

Also, machen wir die Reise auf die bestmögliche Weise.

Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut auszukommen, und suchen wir das Beste in jedem von ihnen..

Erinnern wir uns daran,

dass in jedem Abschnitt der Strecke einer der Gefährten schwanken kann

und möglicherweise unser Verständnis braucht.

Auch wir werden öfter schwanken und es wird jemanden geben, der uns versteht.

Das große Mysterium der Reise ist,

dass wir nicht wissen, wann wir endgültig aussteigen werden

und genausowenig wann unsere Mitreisenden aussteigen werden,

nicht einmal der, der gleich neben uns sitzt.

Ich glaube, ich werde wehmütig sein,

wenn ich aus dem Zug für immer aussteige….. Ja, das glaube ich.

Die Trennung von einigen Freunden,

die ich während der Reise traf, wird schmerzhaft sein.

Meine Liebsten allein zu lassen, wird sehr traurig sein.

Aber ich habe die Hoffnung, dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt,

und ich habe das Gefühl, sie ankommen zu sehen, mit Gepäck, das sie

beim Einsteigen noch nicht hatten.

Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke,

dass ich mitgeholfen habe ihr Gepäck zu vermehren

und wertvoller zu machen.

Ihr meine Freunde, schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben und dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat.

Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz zurücklassen, der Sehnsucht und schöne Erinnerungen bei den Weiterreisenden hinterläßt.

Denen, die Teil meines Zuges sind, wünsche ich

Gute Reise !